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Fonds für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung

Europäischen Metropolregion Nürnberg

Das Anliegen dieses regionalen Fonds für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung - derzeit noch im Aufbau - ist es, einen Beitrag zur Umsetzung des Klimapakts der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) zu leisten. Der geplante Fonds bietet Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger, Kommunen und Unternehmen.

Wie in den Pariser Klimazielen der Vereinten Nationen festgelegt, so soll auch in unserer Region der CO2-Ausstoß um 80-95% bis zum Jahr 2050 gesenkt werden. Der Klima-Fonds der Metropolregion will mit „Mitteln aus der Region für die Region“ finanzielle Anreize setzen, um zusätzliche Klimaschutzprojekte auf dem Gebiet der Metropolregion zu ermöglichen. Sowohl Projekte aus Kommunen und Landkreisen der Metropolregion als auch von gemeinnützigen Initiativen, Vereinen oder auch Bürgerenergiegenossenschaften werden förderfähig sein. Unternehmen profitieren insbesondere durch den direkten Nachweis ihrer „Corporate Social Responsibility“.

Förderprojekte der Projekte

Gefördert werden Projekte zum Schutz des Klimas oder der nachhaltigen Entwicklung, die ohne Förderung keine Realisierungschancen hätten und mindestens 3 der folgenden Kriterien erfüllen:  

  • gemeinwohlorientiert
  • interkommunal
  • ökologisch wertvoll (Mehrwert)
  • bewirkt hohe CO2-Minderung
  • nutzt regenerative Energien
  • hat beratende oder pädagogische Funktion
  • hat Vorbildcharakter oder Signalwirkung

Finanzierung von Förderprojekten

Die Finanzierung von Förderprojekten wird durch freiwillige Zahlungen und Spenden von Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen in der Metropolregion erfolgen. Im Gegenzug sind dafür folgende Angebote des Fonds vorgesehen:

  • Urkunde „Unterstützer Klima-Pakt EMN“ Sie dokumentiert, welchen Reduktionsbeitrag in Tonnen CO2 ein Akteur zur Erreichung der Klimaziele der Metropolregion geleistet hat
  • Zertifikat „Plus Regionalprojekt“: Es handelt sich dabei um die gemeinsame Ausgabe eines gekauften Zertifikats des CO2-Marktes nach internationalem Reglement (z.B. Gold Standard CER), verbunden mit der Förderung eines regionalen Klimaschutzprojektes

Die geprüfte Feststellung der CO2-Wirksamkeit der Klimaschutzprojekte hat in beiden Angeboten besonderes Augenmerk: Der Klima-Fonds EMN verpflichtet sich, zur Feststellung der CO2-Wirksamkeit von regionalen Klimaschutzprojekten anerkannte Verfahren und Berechnungsmethoden einzuhalten, die im „Standard der EMN-Fonds“ definiert sind und hohe Qualität gewährleisten. Zur Entwicklung, Prüfung und Durchführung werden spezialisierte Dienstleister beauftragt.

Aktuell: Wo steht der Fonds gerade in der Umsetzung?

Für die Realisierung des Klima-Fonds sind erste wichtige Schritte unternommen. Die Gründung eines gemeinnützigen, kommunal getragenen Trägervereins ist für April 2021 anvisiert. Zahlreiche Zusagen für eine Vereinsgründung sind bei den Initiatoren aus dem Forum „Klimaschutz und Nachhaltige Entwicklung“ eingetroffen: So haben Erlangen, Flachslanden, Neumarkt, Nürnberg, Schlüsselfeld, Sengenthal, Treuchtlingen sowie die Landkreise Bamberg und Bayreuth Gremienbeschlüsse gefasst. Weitere Kommunen beraten derzeit in ihren Ausschüssen. Ein erstes Fördermitglied aus dem Bereich der Wirtschaft ist die Nürnberg Messe.

Dokumente zum Download

•    Satzung
•    Förderrichtlinie
•    Beitragsordnung

 

Institutionen und Netzwerke des Forums

Energielandkarte der Metropolregion Nürnberg

Bürger, Kommunen und Unternehmen

Weitere Informationen

Bürger
Individuelles Engagement und solidarisches gemeinschaftliches Handeln gehen beim Klimaschutz Hand in Hand. Die Nachfrage nach partizipativen Angeboten zu CO2-Einsparungen mit ökologischem Mehrwert ist groß. Nicht nur Kommunen und Unternehmen, gerade auch die zivile Gesellschaft verlangt nach Beteiligung und Sichtbarkeit. Der regionalen Klima-Fonds will daher für Bürgerinnen und Bürger eine Anlaufstelle für Ideen, Engagement und Mitbestimmung bei Klimaschutzprojekten vor Ort sein. Dies lässt sich mit sozialen Medien und digitalen Kommunikationsformen verbinden. Über eine App für mobile Endgeräte soll auch von unterwegs auf das online-Portal des Fonds zugegriffen werden können, um den eigenen CO2-Fußabdruck im Alltag zu prüfen, klimaschonende Handlungsalternativen im eigenen Umfeld zu entdecken oder Klimaschutzprojekte in räumlicher Nähe aufzufinden. So wird zum Beispiel ein Benutzerkonto für „regionale Klimahelden“ angeboten werden, um kreative Ideen und Aktivitäten zum Klimaschutz zu posten, Spenden und freiwillige Zahlungen zu tätigen, „Klimapunkte“ zu sammeln und transparent über Projekte mit zu bestimmen.

Kommunen
Der Klima Fonds EMN hat die Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins, der kommunal getragen ist. Die Mitglieder des Vereins sind Kommunen und Landkreise, zudem gibt es Fördermitglieder. Die Beiträge der Mitglieder dienen der Vereins- und Geschäftsführung. Der Fonds akquiriert zusätzliche finanzielle Mittel, aus denen die Klimaschutzprojekte auf dem Gebiet der Metropolregion finanziert werden. Die Mittelempfänger können u.a. auch die Kommunen und Landkreise sein. Es dürfen dabei jedoch keine Pflichtaufgaben der Kommunen berührt werden und keine Marktteilnehmer verdrängt werden.
Beispiele für förderfähige Maßnahmen von Kommunen sind beispielsweise

  • Einzelprojektförderungen, z.B.  Agro-Photovoltaik-Projekte, die neben der Stromerzeugung auch einen positiven Effekt für die Landwirtschaft haben, Bürgerbeteiligungsprojekte
  • Kommunale Förderprogramme z.B. für Projekte, die Erneuerbare Energien mit dem Anliegen des Artenschutzes verbinden, z.B. Schafsbeweidungen auf PV-Freiflächenanlagen, die ökologische Hotspots schaffen, Grünfassaden, Gründächer für Insekten
  • Kommunale Projekte z.B. Projekte zum Humusaufbau, Wiederbefeuchtung
  • Interkommunale Projekte z.B. Konzepte der Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft, Stärkung des Radverkehrs, regionale Produkte, Bioprodukte, Anreize für vegetarische Ernährung

Neben der Förderung von Projekten auf dem eigenen Gemeindegebiet kann und soll von Kommunen die Zielerreichung des „Klimapakts der Metropolregion“ als solidarisches Motiv für eine Beteiligung und Mitgliedschaft wahrgenommen werden, etwa auch in Hinblick auf eine Stadt-Land-Partnerschaft.

Unternehmen
Der Klima-Fonds setzt auf Unternehmen, die ihre Verbindung zur Metropolregion zum Ausdruck bringen und beim Klimaschutz voran gehen wollen. Viele Unternehmen in der Region investieren bereits in Erneuerbare Energien. Sie achten auf Umweltstandards, bemühen sich um Recycling, versuchen Schäden von der Umwelt fernzuhalten. Aber manchmal sind auch Möglichkeiten und Potentiale an einem Standort ausgeschöpft: Verschieden Energieeinsparmaßnahmen sind umgesetzt, LEDs eingebaut, die Dachflächen mit Photovoltaik belegt. Gleichwohl sind viele Unternehmen motiviert, noch mehr zu tun. Dies verdient Anerkennung und unterstützende Angebote. Hier setzt der Klima-Fonds an: Es wird ein Mindestpreis pro Tonne CO2 festgelegt. Unternehmen, die ihren CO-Ausstoß für bestimmte Unternehmensbereiche oder im Ganzen feststellen lassen, vorzugsweise über empfohlene Dienstleister, können im entsprechenden Umfang freiwillige Zahlungen an den Fonds leisten. Damit werden regionale Klimaschutzprojekte finanziert. Der Fonds dokumentiert, welchen Reduktionsbeitrag in Tonnen CO2 ein Unternehmen zur Erreichung der Klimaziele der Metropolregion geleistet hat. Unternehmen steht auch eine Unterstützung des Klima-Fonds EMN in Form einer Fördermitgliedschaft im Trägerverein offen.

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